Inhalt
Große Sprachmodelle gelten als Katalysatoren für effizientere Übersetzungsprozesse. Jenseits der Versprechen zeigt sich jedoch ein komplexeres Bild: LLMs produzieren keine zufälligen Flüchtigkeitsfehler, sondern systematische Fehlleistungen, die klassische QA-Logiken unterlaufen. Verantwortung und Haftung verschwinden dabei nicht, sondern nehmen sogar zu – mit einem größeren Risikofaktor. Für das Projektmanagement bedeutet dies den Verlust von Planbarkeit, da kritische Fehler vollständige Neuvalidierungen erzwingen können. Gleichzeitig verschieben sich die Rollen von Linguist:innen hin zu Validierungs-, Kurations- und Risikomanagementaufgaben, meist ohne Anerkennung, obwohl linguistische Kompetenz mehr denn je benötigt wird.
Der Vortrag analysiert die organisatorischen, psychologischen und ökonomischen Nebenfolgen dieser Entwicklung und zeigt, warum Effizienzgewinne oft durch versteckte Kosten, steigende Risiken und den schleichenden Verlust professioneller Expertise erkauft werden.
Das lernen Sie
Die Teilnehmenden lernen, LLM-Risiken einzuschätzen, versteckte Kosten zu erkennen und neue Rollen, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten von Sprachexpert:innen zu verstehen.